#Kinderwunsch bei #unverheirateten #Paaren

Schwesig unterstützt Unverheiratete mit Kinderwunsch – Schleswig-Holstein zeigt anderen Bundesländern was sinnvoll ist.

Bisher mussten Unverheiratete die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung selbst tragen. Dies ist jedoch Nicht mehr zeitgemäß; dies findet Familienministerin Manuela Schwesig. In Schleswig-Holstein wird hierzu eine Richtlinie angepasst.

Die Bundesförderrichtlinie zur „Unterstützung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion“ wurde deshalb am 5.1.2016 auch für unverheiratete Paare geöffnet.

Voraussetzung ist wie bei Ehepaaren, dass auch das jeweilige Bundesland Geld dazugibt. Derzeit bestehen Bund-Länder-Kooperationen mit Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen.

Mindestens 50 Prozent der Kosten

In der Regel müssen Paare ohne Trauschein bislang die Gesamtkosten einer Kinderwunschbehandlung tragen. Bei Verheirateten übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen den Angaben mindestens 50 Prozent der Kosten für die ersten drei Behandlungen. Zusätzlich gibt es die staatliche Förderung.

Wie das Familienministerium mitteilte erhalten Paare, die in nichtehelicher Lebensgemeinschaft leben, zukünftig Zuwendungen für:

  • die erste bis dritte Behandlung in Höhe von bis zu 12,5 Prozent
  • und für die vierte Behandlung in Höhe von bis zu 25 Prozent

des Selbstkostenanteils.

Zitat von Familienministerin Schwesig:

„Es ist ungerecht, dass die Kosten für die Kinderwunschbehandlung größtenteils von den Paaren selbst getragen werden müssen. Für viele Paare sind die Kosten nicht zu finanzieren. Deshalb müssten diese eigentlich von den Krankenkassen übernommen werden. „Solange dies nicht der Fall ist, möchte ich gemeinsam mit den Bundesländern diesen Paaren helfen.“

Laut einer Studie sind nicht-verheiratete Paare von ungewollter Kinderlosigkeit höher betroffen:

Bei 38 Prozent der Nicht-Verheirateten bleibt der Kinderwunsch unerfüllt. Bei verheirateten Paaren ist die Quote bei 19 Prozent.

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