#Kinderwunsch – #Menopause zu schnell

Schauspielerin Kate Walsh hat keine Kinder. Nicht weil sie keine Kinder haben wollte, sondern es hatte einfach nicht geklappt:
„Ich habe keine Kinder. Ich kann keine Kinder bekommen. Ich bin frühzeitig in die #Menopause gekommen.“

KATE WALSH
KATE WALSH

Warum die 48-Jährige schon so früh in die Wechseljahre kam, kann sie sich nicht erklären. „Es könnte an unserer Umwelt liegen. Oder sogar an der Pille, wir können nur raten.“

Nachdem auch ihre ältere Schwester ebenfalls früh in die Menopause kam, ließ sich Walsh ärztlich durchchecken.

„Es war schlimm“, erklärte sie den Erhalt der Diagnose in der Radioshow ‚SiriusXM’s Conversations.

„Aber am Ende war es eine wichtige Erfahrung für mich, die mir half zu wachsen. Ich hatte immer wieder in meinem Leben das Gefühl, dass es mir extrem schwer fällt, Entscheidungen zu treffen. Jetzt gehe ich meinen Weg und freue mich auf das, was vor mir liegt.“

So wie es Kate Walsh erging, geht es auch vielen huderttausenden Frauen in Deutschland. Nahezu 7 Mio. Frauen sind ungewollt kinderlos.

Die Gründe liegen an den Männern und auch bei den Frauen.  Um frühzeitig festzustellen, wann eine Frau nicht mehr in der Lage ist mit den eigenen #Eizellen schwanger zu werden, kann jedoch heute im Rahmen einer #Familienvorsorge frühzeitig erkannt werden, wenn die Frau daran denkt.

Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit durch einen #AMH-Test festzustellen, wann die Qualität der eigenen Eizellen schlechter wird.

Neben diesem AMH-Test (Anit-Müller-Hormon) besteht dann über einen Reproduktionsmediziner die Möglichkeit auch – wenn man beispielsweise gerade keinen Partner hat – Eizellen zu entnehmen und einzufrieren (#Kryokonservierung). Dieses Verfahren wird auch bei Frauen vor einer #Chemotherapie (z.B.: #Brustkrebs) angewendet.

Viele junge Frauen denken, dass die #Fruchtbarkeit erst mit der Menopause verloren geht. Dies ist jedoch nicht richtig, da die Qualität der #Eizellen bereits schon nach dem 30. Lebensjahr abnimmt.

Wenn eine Frau die fruchtbare Phase verpasst, entstehen meist um das 40. Lebensjahr Depressionen und ein tiefes Loch, das einige Zeit anhalten kann.

Und oft ist dann der Wunsch so ausgeprägt, dass man auch mit dem Gedanken spielt, eine fremde Eizelle befruchtet einsetzen zu lassen. Dies ist jedoch in Deutschland aufgrund des Embryonenschutzgesetzes (ESchG) noch verboten. Was in Deutschland verboten ist, ist in anderen EU-Ländern teilweise schon erlaubt, wodurch diese Frauen dann in andere Länder ausweichen (z.B.: England, Niederlande).

Die Meinungen über diese Behandlungen gehen in Deutschland weit auseinander. Viele betroffene Frauen sehen es als „überholt“ an und sie fühlen sich auch benachteiligt. Mit welchem recht darf ein Spendersamen gesetzlich erlaubt genutzt werden und eine Eizellspende nicht? Für viele ist dies unverständlich.

Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber die Sorge hat, dass bei der Erlaubnis von #Eizellspende finanziell ärmere Frauen ihre #Eizellen spenden. (Eizellenspende-Tourismus).

Aus diesem Blickwinkel ist es zwar richtig, allerdings langfristig auch nicht haltbar. wenn heute Ärzte, die in Deutschland dagegen verstoßen, mit einer Freiheitsstrafe von mehreren Jahren rechnen müssen, dann wird dies in vielleicht 5-10 Jahren erlaubt werden.

Derzeit ist es jedoch für jede Frau wichtig, beim Frauenarzt einen AMH-Test durchführen zu lassen und ggf. frühzeitiger ein Kind zu planen. Der AMH-Test wird allerdings nicht von den Krankenkassen gezahlt! Für den Test muss man etwa 50-90 Euro bezahlen. Es ist jedoch eine Mindestinvestition, die jede Frau auch aufbringen sollte.

 

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